Und so ist es angefangen...
Die Idee, mit einer Organisation namens YFU ein Austauschjahr zu machen, hatte ich schon lange, aber die Möglichkeit meinen Traum komplett zu erfüllen hat sich erst ein paar Tage vor dem Abflug realisiert. Die Woche vor dem Flug war ziemlich stressig, weil sich herausstellte, dass es in Italien Probleme gibt, eine Familie zu finden. Wir sollten ein neues Land wählen oder das Austauschjahr komplett ausfallen lassen. Die besten Optionen waren Paraguay und Irland, beide Länder hatten aber ihre positiven und negativen Seiten. Das Gute an Paraguay waren die Exotik und die Möglichkeit in Erfahrung in einem Land mit wenigeren Mitteln zu machen. Das gute an Irland waren die Sicherheit und die besseren Freizeitangebote, was auch letztendlich das Wichtigste war. Ich war schon bereit in Irlands regnerischeres Klima zu reisen, als uns plötzlich, zur Überaschung Aller, die Organisation angerufen und gesagt hat, dass sie trotz aller Schwierigkeiten eine Familie in Italien gefunden hat! Danach mussten die Koffer schnell gepackt werden und natürlich ist nicht alles Notwendige mit nach Italien gekommen. Während der letzten zwei Tagen in Estland haben wir noch ein kleines Abschiedsabendessen veranstaltet, (für ein Jahr) habe ich mich von meinen Schulkameraden verabschiedet und einen Abend in Tallinn verbracht.
Die Flüge am 5. September von Tallinn nach Warschau und von Warschau nach Milano gingen problemlos, wir mussten nur in Milano für einige Stunden (4) waten bis alle Austauschschüler angekommen warten. Vom Flughafen sind wir mit dem Bus in eine kleine Stadt namens Erba gefahren, wo das Seminar zu Beginn des Jahres stattgefunden hat. Uns wurde erzählt, wie das Leben in Italien aussehen wird usw. Für mich war aber das interessanteste viele unterschiedliche Leute kennenzulernen, und die Unterschiede waren sehr merkbar. Es war spannend zu sehen wie Menschen von allen Seiten der Welt sprechen und sich benehmen.
Am Abend des 7. September war es Zeit die Familie zu treffen, aber davor haben wir noch eine kleine Altstadttour in Milano gemacht (die Stadt ist WUNDERSCHÖN). Wir sind mit der örtlichen Koordinatorin von Milano nach Brindisi geflogen und mit dem Auto nach Lecce gefahren wo ich meine Gastmutter getroffen habe. Zusammen sind wir nach Hause in ein Städtchen namens Nardò gefahren. In meiner Gastfamilie sind die Mutter Alessandra, der Vater Ernesto, ein 17-jähriger Bruder Federico und eine 14-jährige Schwester Marta. Der erste Eindruck ist sehr freundlich und unterstützend, sie haben sogar die Geduld zu warten, bis ich die Richtigen Italienischen Wörter finde. Die Umgebung ist hier natürlich traumhaft. Auch wenn man früher Bilder gesehen hat, ist es ganz was Anderes mit den eigenen Augen die Häuser in Pastellfarben, Kakteen an jeder Ecke wachsen zu sehen usw.
Heiße Grüße aus Nardò!
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